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Grundsätzlich fallen bei dem Verkauf bzw. Kauf einer Immobilie in Spanien drei verschiedene Steuern an: 

1. Der Käufer muss je nach Region ca. 7% Grunderwerbsteuer (Impuesto de Transmisiones Patrimoniales) oder, wenn es sich um einen Neubau oder mehrwertsteuerpflichtigen Käufer handelt, 7% Mehrwertsteuer entrichten. 

2. Der Verkäufer muss den durch den Verkauf erzielten Gewinn mit 35% versteuern. Um zu verhindern, dass sich ein im Ausland ansässiger Verkäufer der Zahlung dieser Steuer entzieht, ist der Käufer verpflichtet, 5% des in der notariellen Kaufvertragsurkunde genannten Kaufpreises einzubehalten und als Vorauszahlung auf die vom Verkäufer zu entrichtende Steuerschuld an das Finanzamt abzuführen. Dieser einbehaltene Betrag wird später mit der vom Verkäufer zu entrichtenden 35%igen Gewinnsteuer verrechnet. Ein gegebenenfalls vorhandener Überschuss kann in einem Nerven kostenden Verfahren zurückgefordert werden. 

3. Laut Gesetz muss der Verkäufer außerdem noch die sog. Plusvalía, die gemeindliche Wertzuwachssteuer, bezahlen. Diese beträgt ca. 0,2% des Katasterwerts, abhängig von der Gemeinde. Meist wird dieser Steuer jedoch vom Käufer übernommen. 

Notar und Eintrag ins Grundbuch 

Für die rechtmässige Durchführung des Verkaufs und die Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch fallen noch 1-2% des Kaufpreises als Notar- und Grundbuchkosten an. 

Übliche Maklerprovisionen in Spanien 

Die übliche Vermittlungsprovision zur Veräußerung einer Immobilie in Spanien liegt bei 3-5% des Kaufpreises. Diese Provision wäre nach deutschem Sprachgebrauch eine Innenprovision und trägt der Verkäufer. In den Angeboten von re-d Spain ist diese Provison im genannten Kaufpreis enthalten. 

Die Anzahlung (las arras) 

Ein Geldbetrag, der als Anzahlung auf den Kauf der Immobilie dient, ein geringer Prozentsatz des Gesamtbetrags der Immobilie, wird vom Käufer an den Verkäufer aushändigt. Der Betrag gilt normalerweise als Zusicherung, dass die Immobilie innerhalb eines schriftlich festgelegten Zeitraums erworben wird. Wenn der Käufer sich entscheidet, nicht zu kaufen, verliert er die zuvor geleistete Summe, den Sicherstellungsbetrag. 
Wenn der Verkäufer dagegen die Immobilie vor Ablauf der Frist an einen anderen Interessenten verkauft, dann muss er dem Käufer die doppelte Summe zurückzahlen. 

Im Falle von fortgeschrittenen Kaufverhandlungen fällt die arras mit Unterzeichnung eines Vorvertrags an und bindet Käufer und Verkäufer bis zum endgültigen Verkauf der Immobilie. 

Kostenübersicht und -beispiele 

Als Käufer einer Immobilie kann man in Spanien mit ca. 10% zusätzlichen Kosten zum Kaufpreis für Abwicklung und Steuern rechnen. 

Unverbindliches Kostenbeispiel bei einem Kaufpreis von 240.000 €:

Grunderwerbssteuer (ITP oder IVA) > 16.800 €

Notargebühren > 2.400 €

Plus Valia > 200 €

optional Rechtsanwaltsgebühren > 2.400 €

Summe Kosten > 20.800 €

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