spanienclub2.png

Spanische Wirtschaftslage ist stabil

Geschrieben von manfred am Freitag, 22. August 2008

So verlauten die wohlfeilen Worte der spanischen Regierungsmitglieder in der vergangenen Woche bei der Vorstellung ihres Planes zur Ankurbelung der Hauptstuetze des Bruttosizalproduktes in Spanien, der Bauwirtschaft.

Mehrere Millarden Euro sollen in den kommenden zwei jahren in den Bau von sozialem Wohnungsraum "investiert" werden, um so die vollends verendete Bauwirtschaft wieder zu beleben. In einen Baubereich, der ausschliesslich dafuer verantwortlich zeichnete, dass die Regierung Zapateros noch steigende Immobilienpreise im Juli verkuenden konnte. Bis zu 28 % Steigerung bei sozialem Wohnungsbau half der Regierung noch zu dieser bereits im Maerz angekuendigten Aussage. Milliarden von Euro, die in die Haende der Eigner von Metrovacesa und andere Grossunternehmungen gespuelt werden um deren privaten Luxus zu finanzieren, aber mitnichten geeignet sind diesen Wirtschaftszweig wiederzubeleben. Bei einem Menschen ist es auch nicht gelungen, ein Jahr nach seinem Tod erfolgreich eine Reanimation durchzufuehren.

Positiv auch die Aussagen zu dem Wirtschaftswachstum, sieht man sich von Regierungsseite immer noch an der Spitze Europas, doch auch hier zeigt sich wie sehr sich Zapatero und Konsorten in einer von der Realitaet abgeschnittenen Welt befinden. Wenn der Bausektor mit einem Anteil von 18 % am BIP zusammenbricht und es keine anderen Wirtschaftsbereiche gibt, die dieses Zusammenbrechen auffangen koennten, wie soll da das ein Wirtschaftswachstum entstehen ? Oder um die Frage anders zu formulieren: Fuer wie dumm haelt eigentlich die spanisceh Regierung seine Bevoelkerung ? Wenn ein Vizepresident, Pedro Solbes, noch heute an die Staerke der spanischen Wirtschaft glaubt und man sieht in welche Kanaele Steuergelder fliessen, draengt sich mir schon die Frage "Auf welcher Payroll steht dieser politische Dilettant eigentlich ?" auf.

Spanien braucht endlich die geistige Potenz und Ehrlichkeit in der Politik um zwingend notwendige Reformen anzustossen.  Wobei die Reformen nur Wegbegleiter sein koennen auf einem sehr hartem Weg in den kommenden zehn Jahren einer wirtschaftlichen Selbstreinigung des Landes.

News