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Sevilla wirbt mit Mietfahrrädern und Miguel Induráin für den Gebrauch des 'bici'

Geschrieben von Heiko am Dienstag, 17. April 2007

Sevilla treibt die Nutzung des Fahrrades voran 
Tausende Radfahrer (7.000 nach Ansicht der lokalen Polizei und 10.000 nach Ansicht des Stadtrate), geführt von Tour De France Champion Miguel Induráin, nahmen am Sonntag an einer Fahrrad-Tour durch die Stadt Sevilla teil. Es wurde der zehnte Jahrestag eine Initiative gefeiert, die sich für den Ausbau Radwege-Netzes einsetzt, obgleich der Fortschritt des Ausbaus doch sehr zu wünschen übrig lässt.

Eine treibende Kraft für die rege Teilnahme war wohl auch die Anwesenheit von Miguel Induráin, der vom Bürgermeister Sevillas, Alfredo Sanchez Monteseirín empfangen wurde.

Pilotprojekt Mietfahrräder
Am kommenden Mittwoch treffen in Sevilla die ersten 20 Fahrräder ein, welche die französische Firma JCDecaux für einen neuen Service einsetzen wird. Es ist der Anfang eines Pilotprojektes, mit dem ab Juli eine echte Alternative zum Auto, Motorrad, Taxi oder zum Bus geboten werden soll.

JCDecaux hat mit dem Stadtrat den Betrieb des Mieteservice von Fahrrädern unterzeichnet, welcher im Sommer mit 300 Rädern und 30 Stationen anfängt und bis 2008 auf 2.500 Fahrräder und 250 Stationen ausgebaut werden soll.

Der Stadtrat ist durch das Modell der französischen Stadt Lyon angespornt worden, in der dieser Service seit zwei Jahren funktioniert. Die Fahrräder sind in Hinblick auf Raub und Vandalismus entworfen: sie haben undemontierbare Teile wie Räder und Sattel und sind massiv aus Stahl gebaut, damit allein schon das Gewicht von 24 Kilogramm den Dieben abrät.

Die Miete ist gratis für die erste halbe Stunde, kostet 50 Cent für die zweite halbe Stunde und ein Euro je nachfolgende Stunde. Er wäre nicht verwunderlich, wenn in Sevilla das gleiche wie in Lyon geschähe, wo durch viele Benutzer, die alle 30 Minuten wechseln, nichts bezahlt wird. Doch die Firma JCDecaux rechnet nicht mit einem guten Geschäft durch die Mieteinnahmen, sondern mit guten Einnahmen aus der Werbung und den Verkäufen in den 489 Stützpunkten, die der Stadtrat ihr bewilligte.

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