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Immobilien

Wer Immobilien in Spanien kaufen möchte, sollte sich vor dem Kauf über die steuerlichen und gesetzlichen Besonderheiten in Spanien erkundigen. Besonders, wenn man vorhat, an der Küste ein Grundstück zu erwerben und dort ein Haus zu bauen, gibt es einiges zu beachten. Das spanische Küstenschutzgesetz von 1988 ist ein Gesetz zur Enteignung oder zur Beschränkung des Privateigentums, und zwar zum Schutz der Küste bzw. um den allgemeinen Zugang zur Küste zu sichern. Wenn ein Grundstück direkt am Strand gekauft werden soll, ist vorheriges gründliches informieren sehr wichtig. Diese Kosten fallen beim Kauf eines Hauses an:

  • Grunderwerbssteuer bei gebrauchten Immobilien 6%, beim Erstbesitz nach Bau 7%
  • Auf den kanarischen Inseln in beiden Fällen 4,5%
  • Kosten für den Grundbucheintrag 0,5%
  • Notarkosten zwischen 0,8% und 2%
  • Notarkosten inklusive Grundbucheintragung 2,5%

Die meisten Einwanderer oder Dauerurlauber möchten jedoch ein Haus kaufen, das bereits auf einem schönen Grundstück steht und fix und fertig übernommen werden kann. Bei Bestandsimmobilien sieht man als Käufer gleich, was angeboten wird. Der Immobilienmakler ist gerne dabei behilflich und beantwortet sicher die eine oder andere Frage rund um das Thema Hauskauf. Grundsätzlich sollte der Interessent sich jedoch zunächst vom Verkäufer nachweisen lassen, dass dieser auch der Eigentümer des Hauses ist. Das geht beispielsweise über:

  • Den notariellen Kaufvertrag (Escritura Pública de Compra-Venta)
  • Eintragung im Grundbuch (Registro de la Propiedad)
  • Grundbuchauszug (Extracto de Registro de la Propiedad)

In Spanien haben auch mündlich geschlossene Verträge Gültigkeit, deshalb sollten Sie hier mit Versprechen vorsichtig sein. Auf jeden Fall sollten Punkte wie Belastungen des Grundstücks, die Baulandqualität und vor allem die Bebauungspläne der Gemeinde eingesehen werden. Auch bereits bestehende Miet- oder Pachtverträge sind wichtig zu wissen, Steuerschulden oder Umlagenrückstände, die nach dem Kauf auf Sie als Käufer übergehen würden. Wenn alles in Ordnung ist, sollte umgehend der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen werden. Trotzdem sollte nichts überstürzt werden, denn auch in Spanien ist der Kauf eines Hauses nicht frei von allen Risiken. Vielleicht ist gerade deshalb ein ortsansässiger Immobilienmakler sehr angenehm. Er hat nicht nur die passenden Angebote oder sucht sie, er kann auch aufgrund seiner Erfahrung sagen, worauf zu achten ist.

Nach dem Kauf fallen jährliche Gebühren an, wie sie auch in Deutschland auf die Hauseigentümer zukommen. Das ist einerseits die jährlich anfallende Grundsteuer, die zwischen 0,3% und 1,7% betragen kann. Sie muss jedes Jahr bis Ende November gezahlt werden. Außerdem kann eine Eigentümerumlage für die Kosten der Instandhaltung von Pool und Gartenanlagen (Apartmentanlage) fällig werden, eine Hausrat-, Einbruch- und Wasserschadenversicherung ist ebenso ratsam. Der Strom, Wasser und Heizkosten fallen ebenso wie in der Heimat an und werden auch ähnlich wie dort abgerechnet.

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