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Beliebtes Auswanderungsziel Spanien

Vier Millionen Ausländer leben in Spanien - und es werden täglich mehr

Spanien und vor allem Mallorca waren schon vor Jahrhunderten ein beliebtes Auswanderungsziel. Einer der ersten prominenten Auswanderer war Frédéric Chopin, der Komponist ließ sich bereits anno 1838 mit seiner Geliebten auf Mallorca nieder. Und auch viele deutsche Promis haben ihre Zelte (oder auch etwas mehr) auf Mallorca aufgeschlagen: Models wie Claudia Schiffer und Heidi Klum, gefolgt von Tennis-Elite Steffi Graf und Boris Becker, auch Sänger Jürgen Drews hat sich fest am Ballermann auf Mallorca installiert.

Vier Millionen Ausländer leben in Spanien

Über 4 Millionen Ausländer haben ihren Wohnsitz in Spanien gemeldet. Das meldete das nationale Institut für Statistik in Madrid Anfang 2007. Damit steigt der Anteil der ausländischen Bevölkerung erstmals über die 9 Prozent-Marke der spanischen Gesamteinwohnerzahl. Demnach leben die meisten Ausländer in der Region Katalonien, gefolgt von Madrid, Valencia, Andalusien und den Kanarischen Inseln.  Bezüglich der letzten Zählung stieg die Anzahl der in Spanien lebenden Ausländer im vergangenen Jahr um über 400.000 Personen an.

Frust als Motiv

Die meisten Auswanderer sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Eine subjektiv empfundene Frustration über die berufliche Situation oder Arbeitslosigkeit in Deutschland, Perspektivlosigkeit, Reglementierungsüberdruss und hier und da auch Abenteuerlust treibt viele Menschen an. 
Manch einer, der es in seinem Land aushalten muss, hält es kaum aus. Er bezahlt an der Zapfsäule die Rente der alten, mit seinen Steuern die königlichen Bezüge seiner Abgeordneten - und auf das alles wird dann noch ein abermals erhöhter Mehrwert gesetzt! Wer aber einen Doktor braucht zahlt Eintritt; wer ihm sein Leid klagt zahlt abermals Und er zahlt weiter, eine Gebühr wenn er sein Medikament kaufen muss. Wer Dosen kauft, muss sie zurücktragen oder zahlt abermals; wer Strom braucht, zahlt immer mehr, wer es warm haben möchte, überlegt es sich zweimal und wer keine Arbeit hat, kann lange suchen. Frust entsteht, man will da raus.

Wohin zieht es Auswanderungswillige?

Einer repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Marplan im Sommer 2006 gibt Auskunft darüber, wohin es Auswanderungswillige zieht. So würden über fünf Prozent der Bundesbürger gerne dauerhaft in den USA leben, an zweiter Stelle in Spanien, an dritter Stelle in Australien. 
Doch wer in Deutschland Schwierigkeiten hat, einen Job zu finden, für den ist es auch fern der Heimat nicht einfacher. Schwierig  in Spanien haben es gerade ungelernte Arbeitskräfte. Doch auch wer einen Beruf erlernt hat, sollte darauf gefasst sein, vielleicht in einem angrenzenden Berufsfeld zu arbeiten. Wer mehrere Sprachen spricht, hat auf jeden Fall gute Karten, sowohl im Tourismusgewerbe aber auch bei Immobilienmaklern und Banken in touristischen Regionen sind Mehrsprachler gefragt. Spanisch einigermaßen (man ja geht davon aus, dass es besser wird), gutes Deutsch und Englisch – das hilft.

Handwerker auch jenseits der 50 gefragt

Handwerker sind die größte Gruppe der Arbeitnehmer, für die Spanien interessant ist. Ausgebildete Fachkräfte mit Berufserfahrung werden gesucht. Die dürfen auch ruhig schon 50 Jahre alt sein, das ist in Spanien seltener ein Problem. Gefragt sind vorrangig Fachkräfte aus der Baubranche. Dies sehen sie auch bei den Jobangeboten in der Stellenbörse des Spanienclub www.spanien-jobs.de
An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala stehen Mitarbeiter aus der Gastronomie.

Nach drei Flugstunden wieder zu Hause

Andere, auch wenn sie  Deutschland lieben und Arbeit haben, wünschen sich ihr Leben dort zu verbringen, wo sie nie wieder frieren müssen. Der Vorteil immer innerhalb von maximal drei Flugstunden wieder zu Hause sein können, macht Spanien zu einem Favoriten für Auswanderer. Wer zudem seine Arbeit mitnehmen kann - sei es als Freiberufler der übers Internet agiert, oder wer seine Dienstleistung auch an Spanier und Auswanderer verkaufen kann – hat wenig Schwierigkeiten mit dem Umzug.

Entscheidung frei von Illusionen

Wer beabsichtigt, auf Zeit oder Dauer ins Ausland zu gehen, trifft seine Entscheidung - unabhängig von seinen Motiven - nach den Vorstellungen, die er von seinem Zielland hat. Sie sollten gegenwartsnah und frei von Illusionen sein. Der Spanienclub trägt dazu bei.
Doch die meisten Menschen machen sich häufig falsche Vorstellungen von dem, was sie in dem fremden Land erwartet. Häufig gehen die Auswanderungswilligen von falschen Voraussetzungen aus; verwechseln die erlebte Urlaubsstimmung mit dem Arbeitsleben. Sie unterschätzen häufig auch die Schwierigkeiten im ganz persönlichen Lebensbereich, ob es um Klima, Sprache, Bildungsmöglichkeiten, Kultur oder Möglichkeiten der Geselligkeit geht. Wer sich zum großen Schritt „Auswandern“ entscheidet, ohne ausreichende Vorbereitung, ohne die Situation vor Ort wenigstens ansatzweise zu kennen, sollte sich bewusst sein über das in Kauf genommene Risiko mit „Open end“

EIN Europa mit gleichen Bedingungen allerorten?

Wer den Versprechungen der Politiker glaubt, es gäbe EIN Europa mit freier Wohnortwahl, gleichen Bedingungen und denselben Rechten allerorten, der stolpert über seine Leichtgläubigkeit mitunter schneller als ihm lieb ist..Europa ist in erster Linie ein Konstrukt auf ökonomischer Basis, weniger aber auf sozialer oder gesellschaftlicher Ebene, hat letztlich also auch nicht viel gemeinsame kulturelle Basis. 
Spanien ist kein klassisches Einwanderungsland in dem eine bunt zusammen gewürfelte Bevölkerung die Verhältnisse komplett neu sortieren könnte. Der gewachsen Nationalstaat Spanien tut sich mitunter sehr schwer bei der Umsetzung von EU-Richtlinien, die zudem einer nicht gerade beliebten EU-Bürokratie entstammen. Fatal dabei, dass Schwierigkeiten meist erst dann konkret erfahrbar sind, wenn die ersten Schritte in der neuen Heimat begangen werden. Plötzlich erweist sich die Bürokratie des einst als paradiesisch empfundenen Landes vertrackter als die alte, die sprachlichen Hürden gewaltiger denn kalkuliert und die Mentalität der neuen Landsleute unerwartet fremd, ganz anders als man es in seligen Urlauber-Zeiten empfand. 

Eingehende Vorbereitung dringend ratsam

Um solchen Hürden gewachsen zu sein, ist eine eingehende Vorbereitung dringend ratsam. Es gibt unzählige Reiseführer und Bücher, die dem Geneigten das Leben im erwählten Land schmackhaft machen wollen. Auch die jeweilige Presse vor Ort funktioniert meist nach den Regeln der Tourismus - und Maklerindustrie. Kritik hat Seltenheitswert. Davon hebt sich der Spanienclub ab. Mancher mag durch manche Inhalte in den Seiten und Büchern des Spanienclub von seinen Auswanderungsplänen ablassen – besser früh als zu spät.

Die meisten, die sich fest in ihrer neuen Heimat Spanien installiert haben, bekräftigen ihre Entscheidung, so auch der Autor dieser Zeilen: „Auszuwandern war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Am Anfang war es hart, aber ich würde es immer wieder tun. Seit ich die Sprache einigermaßen beherrsche läuft es. Das Land ist toll, die Leute sind aufgeschlossen, das Leben pulsiert in den Städten wie ich es vorher nicht kannte. Und wenn ich meine Ruhe haben will, ist das hier einfacher als sonstwo. Aber mir ist auch klar, dass nicht jeder dafür gemacht ist, in Spanien sein Glück zu finden.“


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